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Berufsziel Notar/in

Der Weg zum Notarberuf steht jedem Juristen offen, der die Erste und Zweite Juristische Staatsprüfung mit überdurchschnittlichem Erfolg abgelegt hat. Außerdem muß der Bewerber nach seiner Persönlichkeit und seinen Leistungen für das Amt des Notars geeignet sein.

 

Bei Vorliegen dieser Voraussetzungen besteht im Rahmen des Bedarfs die Möglichkeit, als Notarassessor in den Vorbereitungsdienst des Freistaates Thüringen aufgenommen zu werden. Die Ableistung dieses Vorbereitungsdienstes als Notarassessor ist Voraussetzung für die spätere Ernennung zum Notar. Es werden jedoch stets nur so viele Notarassessoren eingestellt, wie entsprechend der Altersstruktur der amtierenden Notare und der Anzahl der zur Versorgung der Bevölkerung notwendigen Notarstellen später voraussichtlich als Notare bestellt werden können. Demgemäß erfolgt nur bei entsprechendem Bedarf eine Ausschreibung von Notarassessorenstellen durch das Thüringer Justizministerium. Diese Ausschreibung als Grundlage des Bewerbungsverfahrens wird jeweils in der Neuen Juristischen Wochenschrift (NJW) veröffentlicht. Die Auswahl und Einstellung der Bewerber für den Assessorendienst erfolgt in Abstimmung mit der Notarkammer Thüringen ebenfalls durch das Thüringer Justizministerium.

 

Während des Vorbereitungsdienstes gewinnt der Notarassessor praktische Erfahrungen durch die Ausbildung bei verschiedenen Notaren, die Übernahme von Notarvertretungen und Notariatsverwaltungen sowie Teilnahme an zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen. Der thüringische Notarassessor steht in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis zum Freistaat Thüringen und erhält Bezüge, die denen eines Richters auf Probe angeglichen sind. Nach Ablauf der 3-jährigen Regelzeit kann sich der Notarassessor auf freiwerdende Notarstellen bewerben, die vom Thüringer Justizministerium ausgeschrieben werden. Diese Ausschreibung wird in der NJW veröffentlicht.