Pressemeldungen
  • Verkehrssicherungspflichten bei Grundstücksgeschäften - Wer haftet wann?

    Herunterfallende Äste, abrutschende Dachziegel, Glatteis auf ungeräumten Gehwegflächen – gerade im Herbst und im Winter steigen die Risiken witterungsbedingter Unfälle. Grundstückseigentümer müssen dafür Sorge tragen, dass niemand Schaden nimmt, der das Grundstück passiert oder es betritt. Doch wer haftet, wenn das Grundstück veräußert wird? (...)
    [November 2019]
  • Wie weise ich nach, dass ich Erbe geworden bin?

    Ein lieber Verwandter ist aus dem Leben geschieden, hat Haus, Hof und Bankkonten hinterlassen. Als Erbe haben Sie neben der Trauerbewältigung den Kopf nur schwerlich für rechtliche Fragestellungen frei. Leider gilt in den meisten Fällen der Grundsatz: Ohne Erbnachweis können Sie weder über Konten noch über Grundstücke verfügen. Wie geht es also weiter? (...)
    [September 2019]
  • Lastenfreistellung - Was ist das?

    Ist die Traumimmobilie gefunden, beginnt meist erst die eigentliche Arbeit. Während sich die Vertragsparteien um die tatsächlichen Gegebenheiten wie den Zustand der Immobilie kümmern, klärt der Notar die „rechtliche Beschaffenheit“ des Grundstücks. (...)
    [August 2019]
  • Der Brexit - Das Aus für die "deutschen Limiteds"

    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – dieses Sprichwort gilt nach derzeitigem Stand auch für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Besonders hart wird der Brexit Unternehmen treffen, die in der Rechtsform einer britischen Limited gegründet wurden, aber von Deutschland aus geführt werden. Betroffene Unternehmen und ihre Gesellschafter sollten die Zeit bis zum Brexit nutzen und rechtzeitig vorsorgen. (...)
    [Juli 2019]
  • Mein Kind, Dein Kind, unser Kind?

    Für homosexuelle Paare oder Paare mit unerfülltem Kinderwunsch bietet die moderne Fortpflanzungsmedizin mit Samen-, Eizell- und Embryonenspende eine Vielzahl an Möglichkeiten. Was medizinisch möglich ist, ist aber nicht immer rechtlich umsetzbar. (...)
    [Juli 2019]
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Wir über uns

Die Notarkammer Thüringen ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und vertritt die Gesamtheit der in ihr zusammengeschlossenen Notare im Freistaat Thüringen. Am 29.09.1990 fand auf der Grundlage der Verordnung über die Tätigkeit der Notare in eigener Praxis vom 20.06.1990 die Gründungsversammlung der Notarkammer Thüringen statt. Zum ersten Präsidenten wurde Justizrat Hans-Georg Schmidt gewählt (zu einem geschichtlichen Kurzbeitrag über das Notariat in Thüringen).

 

Die Notarkammer Thüringen trägt für Ehre und Ansehen des Notarberufs Sorge und fördert die Pflege des Notariatsrechts und notarspezifischer Rechtsgebiete. Zu den Aufgaben der Notarkammer Thüringen gehören weiter die Abgabe von Stellungnahmen bei der Bestellung von Notaren und Notarassessoren, die Beratung und Belehrung der Notare in dienst- und standesrechtlichen Fragen sowie Stellungnahmen zu Gesetzgebungsvorhaben in Rechtsgebieten mit notariellem Bezug. Die Notarkammer Thüringen steht in ständigem Kontakt zu den Ministerien, Gerichten und Behörden, um eine reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Stellen mit den Notaren zu fördern.

 

Darüber hinaus unterstützt die Notarkammer die Aufsichtsbehörden bei ihrer Tätigkeit. Sie ist zuständig für die Bearbeitung von Beschwerden, die bezüglich des Verhaltens einzelner Notare schriftlich bei der Notarkammer Thüringen eingelegt werden können, und überprüft in diesem Rahmen die Einhaltung der Dienstpflichten. Für die Arbeit der Notare hat die Notarkammer Thüringen Richtlinien aufgestellt. Dagegen sind für die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen und Beschwerden gegen Kostenrechnungen ausschließlich die Gerichte zuständig. Auch die Empfehlung einzelner Mitglieder durch die Notarkammer Thüringen ist nicht möglich.

 

Die Notarkammer Thüringen ist für die Fortbildung der Notare und die Ausbildung des notariellen Nachwuchses verantwortlich. Sie organisiert regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für die Notare, Notarassessoren und Notarangestellten und informiert in Rundschreiben über aktuelle Entwicklungen der Gesetzgebung und Rechtsprechung. Der Aufgabe der Fortbildung dient auch die in Zusammenarbeit mit den anderen Notarkammern der neuen Bundesländer sowie der Ländernotarkasse herausgegebene Zeitschrift für die notarielle Beratungs- und Beurkundungspraxis (NotBZ). Zur fachlichen Unterstützung der Notare, etwa bei komplizierten Fragen des internationalen Rechtsverkehrs, unterhält die Notarkammer Thüringen gemeinsam mit anderen Notarkammern das Deutsche Notarinstitut.

 

Die 21 Notarkammern im Bundesgebiet sind in der Bundesnotarkammer zusammengeschlossen. Bestimmte Aufgaben im Bereich der beruflichen Selbstverwaltung, wie beispielsweise der Abschluss der für jeden Notar gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung, werden von der Ländernotarkasse, Anstalt des öffentlichen Rechts, in Leipzig wahrgenommen.

 

Im Bereich der Notarkammer Thüringen gibt es derzeit 70 Notarstellen (Stand 01.08.2019). Die laufenden Geschäfte der Notarkammer Thüringen werden vom Vorstand, bestehend aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und weiteren drei Mitgliedern geleitet. Der Vorstand vollzieht die Beschlüsse der Kammerversammlung und erfüllt die durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben. Dabei wird er von der Geschäftsstelle der Notarkammer Thüringen und zwei beratenden Ausschüssen, dem Ausschuss für Personal- und Standesangelegenheiten und dem Rechtsausschuss, unterstützt.